Tief stehen, hoch verlieren und dazwischen abwarten, was der Gegner so tut – Halbzeit in Bremen

In meiner Erinnerung hat eine Werder-Mannschaft nie derart konsequent taktische Vorgaben des Trainers ignoriert oder wenigstens nicht umgesetzt. Dies hat über den absolut schwächelnden Kader hinaus natürlich auch Ursachen im Coaching. Skripnik und Frings agieren da insbesondere in den letzten Wochen regelmäßig akut erfahrungsresistent und unglücklich. Tief stehen, hoch verlieren und dazwischen abwarten, was der Gegner so tut. Das ist Werder 2015/2016 bis dato.

Nun wird es nach Worten Thomas Eichins erwartbarerweise in der Winterpause keine Personalentscheidung contra Trainerteam geben. Man steht wie gewohnt zusammen an der Weser. Das ist völlig legitim und ich wünsche mir von Herzen, dass man es in der Rückrunde zusammen gerade biegt, aber: Es muss in dieser Situation alles hinterfragt werden dürfen. Die Konstruktive Reflexion der sportlichen Leitung muss nun schnell und deutlich stattfinden. Plumpe Distanz-Kritik a la Burdenski, Borowka oder Basler ist da natürlich weder gefragt noch zielführend, klar.

Das, was ich in letzten Wochen von Viktor Skripniks Handschrift auf dem Platz gesehen habe, überzeugte mich nur äußerst selten. 15 Punkte auf dem 16. Platz und dazu (neben dem VfB) schlechtestes Torverhältnis, das ist zwar fast Tasmania-Level, für mich aber sogar trotzdem noch sekundär. Mein Problem: Ich habe nicht 1 Bundesligaspiel mit 2 guten Halbzeiten gesehen und die Gesamthaltung des Kollektivs war diverse Male mehr desaströs.

Ich möchte, dass sich die Trainer hinterfragen – auch auf den Punkt hin, ob der Abstiegskampf sie als Neulinge ggfs. überfordert. Skripnik wirkte auch neben dem Platz mehrfach so. Wenn sie das intern überzeugend vermitteln, dann bitte Vollgas weiter. Wenn nicht, müssen Alternativen geprüft werden. Ich gehe in der aktuellen Gemengelage natürlich davon aus, dass man die Trainer halten und den Kader im Rahmen des Möglichen verstärken wird.

So oder so, es wird ein Tanz auf der Rasierklinge. Ich wünsche allen Beteiligten, dass sie den Kopf frei bekommen und die Realisierung des Vorhabens mit vollen Kräften angehen können.

Der grün-weiße Zirkus verabschiedet sich in die Winterpause. Gut für Werder, gut für mich. Frohe Weihnachten und allen alles Gute für den Jahreswechsel. Wir lesen uns in 2016! | BurningBush

#‎werder2013‬

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