So gehen die Bremer … . Eine Momentaufnahme.

Nach nun 2 Spielen in der Rückrunde wissen viele Werder-Fans nicht, was sie von all dem Gesehenen halten sollen. Das hat nicht viel mit dem minderwertigen Ballsport der Hinrunde zu tun. Sowohl Hertha BSC als auch die TSG Hoffenheim hatten zeitweise größte Probleme mit dem Spiel der Bremer. Eine (richtige!) Abwehr, die geschlossen und technisch verteidigt, ein Angriff, der – allen voran Franco Di Santo – richtig Alarm macht und dazwischen ein Mittelfeld, das diesen Namen wirklich verdient. Man kann nur raten, was Viktor Skripnik mit den Jungs im Winter angestellt hat, aber sie setzen in beeindruckendem Maße das um, was er vorgibt.

Momentaufnahme! Absolut klar. Wir tun gut dran, jetzt nicht abzuheben. Werder spielt weiter gegen den Abstieg und es wird Rückschläge geben – das versprechen uns so Phasen, wie die letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit gegen Hoffenheim. Andererseits sollten wir die anstehenden Aufgaben selbstbewusst angehen. Nach 3 Siegen in Folge würde ich nur ungern von Zufall ausgehen und mich lieber daran gewöhnen, zeitnah wieder einen respektablen Gegner für einen Großteil der Liga darzustellen. Mannschaft und Trainer machen auf jeden Fall richtig Spaß und als Fan zu spüren, dass Geduld und Glaube in der Regel früher oder später belohnt werden, fühlt sich einigermaßen warm an. Ums Herz. „Wir sind Werder Bremen“ … ein Satz, der vielleicht bald schon nicht mehr wie pure Selbstkasteiung erscheint?

Ein paar Worte zu Franco Di Santo. Dieser Spieler ist aus Bremer Sicht nicht weniger, als ein Gigant. Vergleiche bieten sich natürlich nicht wirklich an, wenngleich ich mich schon manchmal dabei ertappe, mich in der einen oder anderen Situation bei der Verarbeitung von schwierigen- oder das Halten von hart umkämpften Bällen, an Claudio Pizarro erinnert zu fühlen. Franco tut dem Auge und der Bremer Seele gut und ist dazu noch ein sehr angenehmer Typ. Dass er parallel zu seinen überragenden Leistungen nun seit Tagen verlauten lässt, in Bremen bleiben zu wollen, beflügelt jede Art grün-weißer Träumereien. Er habe bereits vor der Winterpause mit Thomas Eichin über eine Vertragsverlängerung gesprochen und mache sich „keine Gedanken über andere Angebote“, sagte der Argentinier jüngst ganz unverblümt. Nun muss man sich im Klaren darüber sein, dass Klappern zum Handwerk gehört und da vielleicht lediglich ein gewiefter Berater seine Strippen zieht. Andererseits ist Di Santos Wortwahl schon sehr deutlich. Auf jeden Fall ist aus dem Vereinsumfeld zu vernehmen, dass Franco ein bodenständiger Typ ist, der diese für ihn starke Phase gerade sehr genießt und dem persönlich eine etwas überraschende, längerfristige Entscheidung für Werder Bremen durchaus zuzutrauen wäre – sind wir gespannt.

Sonntag kommt Leverkusen. Das Beste in der aktuellen Situation ist der Fakt, dass man eine nominell klar gerechtfertigte Niederlage sogar verkraften könnte, ohne komplett durchgereicht zu werden. Wenn gerade aber noch eine andere Erkenntnis in mir reift, dann ist diese auch nicht so schlecht – sie lautet: Man könnte gewinnen.

Burning Bush

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