Zu sich kommen…

Die Saison ist vorbei. Wenigstens für uns. Ein paar Freundschaftsspiele noch, dann geht’s in den Urlaub. Einfach mal Ausruhen, Luftholen und zu sich kommen. Das ist gut – und nötig.

Auch wenn die Saison mit ihrem Ausgang als solchem plus zweier feierlicher Anlässe extrem versöhnlich zuende ging – Doubiläum & Kugiläum versüßten uns das Finale dieser Spielzeit – fordern die vergangenen Monate meinen mentalen Tribut.

Daher für mich auch noch nicht der Zeitpunkt diese erste Post-Schaaf-Saison zu bewerten. Vieles muss noch sacken – anstrengend war das alles. Spiele dieser Mannschaft sehen, Leistungen zur Kenntnis zu nehmen, das Gesehene zu akzeptieren, alles zu realisieren. Beklagen oder verteidigen, rund um die Uhr unentwegt. Hoffnung schöpfen und sie ein paar Tage später begraben – Visionen und Perspektiven entwickeln, resignieren und verzweifeln. Werder Bremen 2013/2014 stellte letztlich so gut wie alles in den Schatten, was ich bis dato mit diesem Verein erlebt habe. Das ehrlich und angemessen darzustellen bedarf Zeit und Muse.

Ich kann sagen, dass ich die geleistete Arbeit anerkenne. Die Mannschaft hat mich ein ums andere Mal an die Frustrationsgrenze getrieben, keine Frage. Sich selbst aber ebenfalls – das war mir fast immer präsent und ist zur Bewertung natürlich unerlässlich. Sie hat aber auch Antworten gefunden, wenn es „um die Wurst“ ging und sich an den eigenen Haaren aus dem Bundesligadreck gezogen. Mit Tatkräftiger der Konkurrenz – logo, aber warum sollte das Glück des Tüchtigen in diesem Fall keinerlei Anwedung finden? Ich zolle dieser Mannschaft Respekt dafür, sich nie wirklich aufgegeben zu haben, denn wo man ohne diesen Charakter landet, ist dieser Tage an anderer Stelle eindrücklich bestaunen.

Ich sehe darüber hinaus einen Trainer, der trotz vieler eigener Fehler gehobenen Hauptes aus dieser Saison gehen kann. Nie zu viel versprochen und bei Misserfolgen stets dem Gegenwind von Teilen der Medien, sowie der Anhängerschaft ausgesetzt,   ging er seinen Weg und tat seinen Teil zur Realisierung des gesicherten Klassenerhalts von WERDER BREMEN.

Nun geht es in die Sommerpause – die Micouds, Schaafs, Ailtons und Papierkugeln der letzten Wochen kommen zurück in die Kiste und wir schauen nach vorne. Das angesprochene Saisonfazit von #werder2013 wird es geben, das steht fest. Wer weiß wann – die Pause hat Priorität … einfach mal Ausruhen, Luftholen und zu sich kommen. Das ist gut – und nötig.

Burning Bush