Wenig, aber davon viel.

Sie spielen und verlieren nicht. Für mich die relevanteste Erkenntnis aus der aktuellen Situation. Im Duell zweier ehemaliger Bundesliga-Schwergewichte blieb es auch gestern dabei. Wenig, aber davon viel. Die Einstellung insgesamt hat wieder gestimmt und letztlich retteten uns eine disziplinierte Mannschaftsleistung und einer dieser hellen Hunt-Momente einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Ich lebe sehr gut mit diesem Punkt.

Dass WERDER durch die vielzitierten „Wochen der Wahrheit“ nicht wie ein heißes Messer durch Butter geht, war zu erwarten. Gestern konnte jeder sehr gut beobachten, dass bei den grün-weißen nicht viel geht, wenn es gegen eine  kompakte und gut organisierte Abwehr geht. Das Team ist dann insgesamt doch zu limitiert, um derartige Problemstellungen spielreisch zu lösen. In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass man leider attestieren muss, dass auch der VFB Stuttgart einen besseren Fußball spielt, als WERDER. Die Raute um Hunt und Junuzovic gibt sich redlich Mühe, kreative Wege zu finden, offensiv etwas zu initieren. Man ist dabei aber zu oft auf sich allein gestellt. Di Santo und insbesondere Nils Petersen sind da momentan einfach zu harmlos.

In Bezug auf letzteren wird der Unmut unter vielen Anhängern langsam größer. Von der Frage nach der „Berufswahl“ ist da die Rede und Menschen fragen sich, warum der Trainer „ihn immer wieder aufstellt“. Normale Reaktionen – ein Stürmer sollte Tore schießen, sonst scheiße. Die Situation ist aber aus meiner Sicht realtiv simpel: Nils Pedersen wurde von Thomas Eichin in einer von dessen ersten Amtshandlungen überhaupt verpflichtet. Von diesem Investment versprach man sich natürlich etwas, an das man nach wie vor glaubt – und wenn man in Bremen an etwas glaubt, dann nimmt man sich in der Regel notfalls Zeit, darauf zu warten. Dutt teilt den Glauben an Petersen und hofft auf baldiges Platzen des Knotens. Finde ich richtig.

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Spieler des Spiels für mich übrigens nicht Sebastian Prödel. Der Österreicher verlieh seinen, unter der Woche via Presse geäußerten, Forderungen nach Vertragsgesprächen gegen Stuttgart nicht gerade  Nachdruck – um es vorsichtig zusagen. Mann des Tages war abermals Aaron Hunt. Freistoßtor und 90% aller Offensiv-Ideen gingen wieder aufs Konto des Mannes, der wohl zum Abflug bereit scheint. Heute ist es Leverkusen, morgen Istanbul oder Galdbach. Für mich nach wie vor ein Schlag ins Kontor, aber wir müssen und werden das verkraften. Klar hätte er mit neuem Vertrag in Bremen das Zeug zu einem großen WERDERaner, wenngleich ich die Sache etwas anders sehe, als Kollege Landsberg bei HB-people.de, dessen Meinung nach Hunt sich mit einer Unterschrift bei WERDER unsterblich machen würde. Hunt ist nach wie vor und immernoch bei vielen umstritten und aus der Sicht vieler Anhänger verzichtbarer, als die miesten in meinem Umfeld das sehen. Wie auch immer – ich hoffe heute vor allem, dass er seine aktuelle Form hält und das Team als Leistungsträger in der Klasse hält. Alles andere wird sich zeigen.

Kommende Woche steht wieder eines der wichtigsten Spiele der laufenden Saison an. Warum? Weil es im Restprogramm gegen die einzige Mannschaft geht, die WERDER vom Papier her schlagen muss und kann. Ich bin mit der Punkteausbeute der letzten Spiele wirklich zufrieden, aber in Freiburg sollte man irgendwie gewinnen.

Die Tour geht weiter … das ist alles nicht schön – hat aber auch keiner gesagt.

#werder2013

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2 Kommentare zu „Wenig, aber davon viel.

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