Fair-Play Fatal.

Nun ist es amtlich – für mich wenigestens: Mit der Nominierung Aaron Hunts für den Fair-Play-Preis 2014 scheint die „Schwalbe“ als erlaubtes Stilmittel eines Spielers (wenigstens das eines Offensivspielers oder Stürmers) in der Mitte der Fußball-Gesellschaft angekommen. Es erscheint mir selbst absurd, dass nun gerade in diesem Blog, welches keineswegs im Verdacht von Hunt-Ressentiments steht, nun kritisiert wird. Es ist unbestritten, dass Aaron Hunt eine bemerkens- wie allgemein nachahmenswerte Entscheidung getroffen hat – spontan und direkt. Das verdient einen Moment Anerkennung und wir sind uns einig: Macht nicht jeder! Im Übrigen traue ich ihm zu, das alles auch bei einem Stand von 0:0 genau so (wieder) zu tun.

Hunt

Aber: Durch diese Nominierung und das gänzliche Ignorieren der Tatsache, dass es sich im Fall vom Samstag weder um ein „Hängenbleiben“ noch ein „Stolpern“, sondern um ein „Versuchtes Einfädeln“ (O-Ton) ergo eine „Schwalbe“ handelte, werden die alten Hitsingles „Da muss er sich fallen lassen“, „Er muss da abgebrühter sein“ oder „Ein guter Stürmer nimmt den mit“ in meinen Augen durch diese Entscheidung fundamental legitimiert und billigen somit „unfaires Spiel“ als Mittel zum Zweck, erfolgreich zu sein. Nach einer bis dato komplizierten Saison für Hunt freue ich mich über jegliche Anerkennung, die ihm zu Teil wird – inhaltlich finde ich die Nominierung aber falsch und sehe sie als einigermaßen tragisch für den Fußball.

#weder2013

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