Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

header-2-2Ohne Umschweife – ich sehe nicht den Zeitpunkt gekommen, den Trainer zu wechseln.

Natürlich fällt man bei sowas vollstens vom Glauben ab. Da sitzt Du mit dem Kollegen @Rune4 im Osterdeich in Hamburg Eimsbüttel (tiefstes Sperrgebiet) und Dir fällt am Laufenden Band der Cupcake aus der Hand. Ganz bittere Vorstellung Deines Vereins, der den aktuellen Gegner klar in der Kategorie „Musst Du schlagen, wenn Du in der Liga bleiben willst“ verortet hatte. Am Ende völlige Fassungslosigkeit ob der 90minütigen Darbietung des SVW.

Für Robin Dutt bedeutet das zweifellos die schwierigste Phase seiner bisherigen Zeit in Bremen. Ich sehe ihn zwar nicht in der Hauptverantwortung – dafür hatten wir auch gestern erneut zu viele Spieler auf dem Platz, die augenscheinlich nicht an die Grenze gehen und vermutlich hoffen, einer der Kollegen reißt das Ruder herum. Die Werte in Sachen Passgenauigkeit, Zweikämpfe oder Torschüsse unterschlage ich hier mal komplett. Das alles ist Basis-Handwerk und zu oft mit persönlichen Unkonzentriertheiten verbunden, als dass ich Robin Dutt dafür die Hauptschuld geben kann und möchte. Wenn ich dann Vorgeschichte und die Transfers der letzten Jahre einbeziehe, sehe ich nicht, warum ich jetzt den Coach nach Hause schicken sollte. Zu viele Ursachen und null Bock auf die üblichen Reflexe.

Aber auch wenn wir unseren Verein immernoch in Regelmäßigkeit zur familiären „Insel der Glückseligkeit“ überhöhen, werden die Naturgesetze der Bundesliga greifen. Spätestens zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt, wird es ein unausgesprochenes Ultimatum für Dutt geben. Thomas Eichin würde diesen ersten, von ihm verpflichteten Trainer, problemlos überleben und wäre zum Handeln gezwungen. Ich möchte an dieser Stelle aber ebenfalls nicht ausschließen, dass er diesen Impuls auch schon früher verspürt. Die Wirkung zweier sehr hoher Niederlagen gegen den BVB und Gladbach verbunden mit der Tatsache, bei der Verpflichtung adäquater „freier“ Trainerkandidaten in direkter Konkurrenz zum HSV zu stehen, lassen da doch einiges für möglich erscheinen.

Die Genossen Panik und Aktionismus sind nicht mein Ding und ich sehe in ihnen auch nicht die angebrachten Mittel, um die Kuh vom Eis zu holen. Trainer und Mannschaft sollen arbeiten, und Ersterer muss nachdrücklich klarmachen um was es hier geht – für jeden Einzelnen. Vielleicht geht etwas Überraschendes in den kommenden beiden Spielen – nach Berlin hätte ich Leverkusen niemals für möglich gehalten. Und dann muss unbedingt gegen Frankfurt etwas drin sein. Das hoffe ich und darauf baue ich – mit der entsprechenden Portion Fatalismus, klar.
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Dieser, von mir extrem ausgearbeitete und vielversprechende Plan entbehrt jeglicher Wahrscheinlichkeit und Logik.  Ist für mich aber naheliegender, als alles andere, was ich so höre und lese heute. Und mal ganz am Rande – wir haben gestern gegen eine Mannschaft verloren, die in der vergangenen Saison in ähnlicher Situation war und aktuell von den nackten Zahlen her in Richtung „Europa“ unterwegs ist – mit dem selben Trainer.

Achso und lasst Herrn Obranik in Ruhe. Wenn ich lese, was der jetzt alles richten soll, sollte man ihm raten, irgendwie die Annullierung des Vertrages zu bewirken.

Ich will sie lieben, diese Mannschaft – manchmal gelingt es mir. Aber unser Alltag gestaltet sich mehr als kompliziert. Ich komme damit klar, dass sie kein Model ist, aber charakterlich muss es stimmen. Ich habe uns noch nicht aufgegeben.

#werder2013

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4 Kommentare zu „Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

  1. Was mich so verstört an der ganzen Sache ist, dass man gerade aus dem Trainingslager kommt, was ja angeblich so erfolgreich war. Und wo man gut gearbeitet hat. Und auf das Dutt schon häufiger hingewiesen hat. Ich bin da echt ein bisschen panisch.

    Andererseits ist alles, was jetzt passiert, eh blanker Aktionismus und das ist immer ein schlechter Ratgeber.

    Ach, ist das alles kacke.

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