Herzlichen Glückwunsch Herr Eichin!

Thomas Eichin ist nun seit ziemlich genau 8 Monate im Amt. Für mich die Schlüsselfigur im Umbruch bei WERDER BREMEN. Anlässlich seines 47. Geburtstages gibt es hier und heute noch einmal den allerersten Blog-Eintrag von  #werder2013.

22.Mai 2013:

Herr Eichin ist auf der Suche. Einen neuen Trainer muss er präsentieren. Mit der nötigen Ruhe möglichst heute noch, klar. Gestaltet sich in Zeiten, in denen man sich als Verein einen derartiges Image-Downgrade verpasst hat, wie WERDER in den letzten Jahren, natürlich eher zäh. Es ist zu attestieren: Die Zeiten, in denen sich etablierte, erfolgreiche Übungsleiter mit privatem Vermögen aus bestehenden Verträgen herausgekauft hätten, um an der Weser zu arbeiten, sind Vergangenheit.

Herr Eichin kämpft 2013 aber längst nicht mehr nur gegen die willensschwache Zunft der Fussballtrainer – er hat es mit ganz anderen Kalibern zu tun: „Facebook“, „Twitter“, oder wie das Gesocks sich sonst noch nennen mag. Namedropping bis Meppen (auch gern mal bis München) und Massen-Spekulieren, als ob es kein Morgen gäbe. Wie schon zu Zeiten des Alten Testaments in Bremen. Hieß die Hitsingle unter den Journalistenfragen vor kurzem noch: „Bleibt Schaaf im Amt?“, so muss er sich heute rund um die Uhr mit Fragen nach Namen befassen, deren Ursprung im ungünstigsten Fall in der überschwänglichen Gras-Laune eines 13-Jährigen Konsolenpatienten vor heimischem Rechner liegt.

Herr Eichin, der seit Amtsantritt durch allgemein anerkannte, ausgeprägte Eloquenz und direkte Art besticht, macht seinen Job. Unter den genannten Umständen ist allein das fast bemerkenswert.

Mein Kollege Ernst –  WERDERaner und immer am Ball – findet, der Eichin wirkt „nicht souverän“. „Zu viele Namen“ und „Absagen sind schlecht“. Da mag etwas dran sein – letztlich bewegt sich Herr Eichin von Beginn an in ganz kaltem Wasser, wenn nicht sogar auf ganz dünnem Eis. Wenn ich mir allerdings seine Arbeit der letzten Jahre ansehe, kann ich letzterem sogar etwas abgewinnen.

Wir haben unsere Sicherheit verloren – wahr. Aber wenn nun einer auf’s Eis muss, um sie zurückzugewinnen, gibt es momentan keinen besseren dafür, als Thomas Eichin. Glaube ich.

#werder2013

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(Foto: werder.de)

#werder2013

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