Zweimal „das Tor zur Welt“ bidde!

Nordderby gewonnen, verdient, zu Null. Tatsachen, die mich vor nicht all zu langer Zeit hätten in einen dreitägigen Rausch verfallen lassen, dem maximal durch eine lästige Jobsituation oder nahestehende Mitmenschen ein abruptes Ende gesetzt worden wäre. Vor nicht all zu langer Zeit.

Das, in der Vergangenheit nach solchen Siegen regelmäßig spontan einsetzende, triumphale Glücksgefühl, weicht in vergleichbarer Situation heutzutage immer öfter einer vorsichtigen,  hoffnungsvollen Dankbarkeit. Die Dinge verändern sich. In vielerlei Hinsicht. Man ist mit sehr wenig zufrieden. Ganz kleine Brötchen. „Demut“ ist das Stichwort.

Im Stadion gab’s teils die erwartet schwere Kost. Das war spielerisch und taktisch vom Weltfußball wesentlich weiter weg, als das Prädikat “akzeptabel“ von der Außendarstellung des HSV. Für mich als WERDERaner und Teil des vielbelächelten #TeamGeduld gab es aber personell endlich auch einmal positive Bestätigung. Neben Hunt, Petersen und Garcia machten Fritz & Mielitz – die beiden gehören in Anbetracht des momentan zur Verfügung stehenden Kaders aus unterschiedlichsten Gründen in diese Mannschaft – ein überzeugendes Spiel. Nach dem Stimmungslimbo der letzten Wochen bemerkenswert und wichtig. Man spielte mit Leidenschaft, verteidigte engagiert und entwickelte eine Art eigenes Spiel nach vorn. Für uns schon Grund zur Begeisterung. Einen Angriff, wie den zum ersten Tor durch Petersen beispielsweise, gab es gefühlt zum letzten Mal beim Pokalfinale 2009.

Bei einem objektiv sehr mittelmäßigen 99. Nordderby setzte sich eine Mannschaft mit Willen, Kampf und der einen oder anderen guten Idee durch. Da war nichts Überragendes, oder besonders Starkes zu beobachten, wie ich aber gestern schon an anderer Stelle sagte, sitzen wir angeschnallt in der Leistungsachterbahn und nach den meisten der möglicherweise auf uns zukommenden Siege, wird man der gegnerischen Mannschaft hinterher attestieren, nicht ihren besten Tag gehabt zu haben. Isso.

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(Foto: werder.de)

Ein paar Tage entspannter Arbeit sollten für Trainer und Mannschaft nun drin sein. Abgesehen von der “Stammplatz-Situation“ des einen oder anderen Spielers, wird es in dieser Woche kaum Anlass zur Unruhe geben. Dann schon Nürnberg – dank Medien und Öffentlichkeit wahrscheinlich dann als haushoher Favorit. Undenkbar, vor nicht all zu langer Zeit.

#werder2013

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